GEVÖ - Gesellschaft für Vitalökonomie

Aufsuchende Gesundheitsförderung in der Pflege

Die Pflege ist im Umbruch - und das im Positiven! Themen wie Personalaufstockung, bessere Ausstattung, Wertschätzung und Gesundheitsförderung am Arbeitsplatz nehmen immer mehr Raum ein und werden gezielt gefordert und gefördert.

 

 

Zukunft: Pflege - Pilotprojekt Filderklinik

 

Logo FilderklinikDie Herausforderungen und Barrieren im Bereich der Betrieblichen Gesundheitsförderung, denen wir uns aktuell an der Filderklinik in Filderstadt stellen dürfen, sind dabei natürlich denkbar groß. Die notwendige Flexibilität bei gesundheitsfördernden Angeboten in der Zielgruppe Ärzte und Pflegekräfte liegen auf der Hand. Man kann Unfälle, unvorhersehbare Komplikationen bei Patienten und mehr- oder weniger Kräfte raubende Arbeitstage schlichtweg nicht planen.

 

Logo Vitale PauseWir haben uns aus diesem Grund, in der Argumentation durch den aktuellen IGA-Report 39 zum Thema "aufsuchende Gesundheitsförderung" gestützt, bewusst für die Umsetzung unserer bewährten Vitalen Pause zur kurzen Aktivierung von Körper und Geist während der Arbeitszeit entschieden. Dabei gehen wir konsequent auf die zielgruppenspezifischen Problemstellungen der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen ein und reagieren höchst flexibel auf die aktuelle Situation.

 

Es werden an 2 Tagen pro Woche in einem bestimmten Zeitraum durchschnittlich 6 Einheiten Vitale Pause je Termin angeboten und nach direkter Rücksprache mit den Kollegen vor Ort an gemeinsam festgelegten Standorten durchgeführt.

Gehirn auf dem Laufband

 

Nach dem Motto "Jetzt oder gleich!" gibt es keinen festen Ablaufplan. Mal ist es an der Station jetzt möglich, mal kommen wir einfach etwas später bzw. gleich wieder. Diese Herangehensweise stößt bei Pflegekräften, Ärzten und Mitarbeitern auf sehr große Offenheit und Dankbarkeit, da die Motivation zur Teilnehme nach anfänglicher Skepsis äußerst groß ist.

 

Mit klassischen Afterwork-Gesundheitskursen aus den Bereichen Rückenschule, Bewegung und Herz-Kreislauf-Training, Entspannung und Stressmanagement oder Faszientraining wäre all das definitiv nicht möglich!

 

Umso mehr freuen wir uns auf die kommenden, vitalen Wochen in der Filderklinik und bedanken uns zudem recht herzlich für die tolle Unterstützung der BKK VBU, die dieses Projekt erst möglich macht.

 

 

"Zukunft: Pflege"Flyer Zukunft: Pflege

Das Projekt "Vitale Pause in der Filderklinik" wird übrigens im Rahmen der Veranstaltung "Zukunft: Pflege" am 28. November 2019 im Fernsehturm Stuttgart vorgestellt.

Vertreter von Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen und des Gesundheitswesens können sich hier über den aktuellen Stand und die Möglichkeiten in Sachen Mitarbeitergesundheit und Co. informieren.

 

Aktivwoche 2020 - der neue Katalog ist da!

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Wow - vielen Dank für das anhaltende Vertrauen in uns und unsere Fähigkeiten

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Kooperation mit GSM Gesundheitsservice Management GmbH ausgebaut

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"Embodiment" - Wie der Körper die Psyche und die Psyche den Körper beeinflusst

© Copyright Dr. Petra Mommert-Jauch

 

StressWer kennt es nicht - Man(n) steckt in einer akuten Stresssituation und der Körper reagiert: Der Herzschlag steigt, die Gallenblase füllt sich, der Magen zieht sich zusammen und die Muskeln werden hart. Der Körper reagiert auf psychische Belastungen. Aber auch die andere Richtung ist möglich: Haltung macht Stimmung. Testen Sie selbst: Gehen Sie gebeugt mit hoch- und nach vorne gezogenen Schultern und versuchen Sie sich glücklich und selbstbewusst zu fühlen. Es wird Ihnen nicht gelingen. Die Psyche reagiert auf den Körper!

 

Genau diese Wechselwirkung wird durch das Wort "Embodiment" umschrieben. Einerseits werden psychische Zustände in Form körperlicher Ausdrucksformen sichtbar wie z.B. Gestik, Mimik, Körperhaltung, aber auch andersherum beeinflussen interessanterweise Körperzustände und im speziellen Körperhaltungen unser Denken (Urteile, Einstellungen) und Fühlen.

 

Körper beeinflusst PsycheDiese Wechselwirkung hat u.a. zur Folge, dass sportliche Betätigung inzwischen ein nachgewiesen effektiver Therapieansatz bei psychiatrischen Beschwerdebildern ist. Burnouts und Depressionen sind weltweit die führende Ursache gesundheitlicher Defizite. Entsprechend ist die Wirksamkeit von Bewegung bei der Therapie dieser Krankheitsbilder von wissenschaftlichem Interesse. Und tatsächlich kann man heute sagen: Sport wirkt ähnlich wie ein Antidepressivum. Viel Bewegung lässt die Serotoninspiegel steigen und verbessert die noradrenerge Transmission im Gehirn.

 

Konsequenz könnte sein: Da Sport keine Nebenwirkungen und wenig Kosten verursacht, sollte Bewegung in jedem Falle in Ergänzung zu weiteren Therapien eingesetzt werden.

Problem ist allerdings: Hochgradig Depressive leiden unter Antriebsstörungen und lassen sich schwer zu körperlicher Bewegung motivieren.

Hier kommt dann eine andere Strategie nämlich die des "Embodiments" ins Spiel: Nicht durch ausdauerorientierte Bewegung, sondern durch bewusst werdende Körperhaltungen und sensible Körperwahrnehmung die Psyche positiv zu beeinflussen.

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Interview zum Thema Sturzprävention

„Besser zwei Stöcke als ein Rollator – und so oft wie möglich raus gehen!“

Stürze sind im Alter besonders gefährlich und führen oftmals zu Knochenbrüchen. Deshalb kommt der Vorbeugung eine wichtige Rolle zu. Ab diesem Jahr wird im Schwarzwald-Baar-Kreis daher das Projekt „Vitales Alter – Pro Balance – gegen den Sturz“ angeboten, organisiert vom Gesundheitsamt und der Schwenninger Krankenkasse. Federführend bei diesem Projekt ist Dr. phil. Petra Mommert-Jauch, Sportwissenschaftlerin und Geschäftsführerin des ISR-Instituts für Sport und Rehabilitation in Bad Dürrheim. Sie berichtet im Interview von Ihren Projekten und Maßnahmen zur Sturzprophylaxe.

 

Die wesentlichen Risikofaktoren für einen Sturz bei älteren Menschen sind meist das Gehen an sich, die fehlende Kraft oder das Gleichgewicht. Meistens werden nur den zwei letzten Punkten Beachtung geschenkt, da diese bekanntlich trainiert werden können. Doch sollte laut Dr. Petra Mommert-Jauch der Fokus deutlich auf das Gehen selbst gelegt werden, da hier die größte Gefahr lauert. Ebenfalls ist die Psyche beteiligt: bei permanenter Angst zu stürzen, erhöht sich tatsächlich auch das Risiko.

Im Interview erläutert Dr. Mommert-Jauch, warum Stürze im hohen Alter so gefährlich sind. Sie zeigt auf, dass Stürze meistens eine Kette an Reaktionen loslösen und die Betroffenen dadurch oft in ihrer Selbstständigkeit eingeschränkt werden. Nach einer Verletzung kann eine Einweisung in ein Pflegeheim oder die Bettruhe das normale Leben auf den Kopf stellen. Mommert-Jauch will mit dem Programm „Vitales Alter – Pro Balance – gegen den Sturz“ ein Leuchtturmprojekt schaffen, mit dem für Senioren in ganz Deutschland eine bessere Lebensqualität erreicht werden kann.

 

Um im Alter mobiler zu bleiben rät Dr. Petra Mommert-Jauch dazu, sich möglichst lang ohne Gehhilfe fortzubewegen. Hilfsmittel, wie zum Beispiel ein Rollator, erhöhen die Sturzwahrscheinlichkeit enorm. Wenn nicht komplett auf eine Stütze verzichtet werden kann, sollte am besten Stöcke zum Einsatz kommen. Mit diesen kann weiterhin die wichtige Rotation zwischen Becken- und Schultergürtel ausgeführt werden und es bleibt ein Stück Gangqualität erhalten.

Im gesamten Schwarzwald-Baar-Kreis folgen in den nächsten Monaten zahlreiche Vorträge und kurze Workshops zum Thema Sturzprävention. Im September stehen Termine in Villingen, St. Georgen und Donaueschingen an. Die Menschen sind dazu aufgerufen, an den Präventivmaßnahmen teilzunehmen.

 

Teil des Projekts sind auch Multiplikatoren Weiterbildungen, bei denen zum Beispiel Pflegekräfte aus Krankenhäusern, Altenpfleger oder Alltagsbegleiter darin geschult werden, selbst Pro - Balance Kurse anzubieten. Die Intention dabei ist ganz klar: älteren Menschen soll es ermöglicht werden, an einer Präventionsmaßnahme in ihrer Nähe teilzunehmen. Zusammen mit der Hochschule Furtwangen wird das Projekt im Nachhinein ausgewertet.

 

Zum vollständigen Interview geht es hier.

Spannende Seminare und alles rund um Sport & Rehabilitation finden Sie unter www.isr-gesundheitsakademie.de