GEVÖ - Gesellschaft für Vitalökonomie

Länger leben durch Sport

Sport verlängert das Leben um sechs Jahre

Wer dreimal pro Woche joggt, gewinnt Lebenszeit. Regelmäßige Aktivität macht Muskeln, Herz und Hirn fit – und kann sogar vor Krebs schützen. Sport wirkt besser als jede Medizin.

WalkingSport gilt seit langem als wichtiger Gesundheitsfaktor. Ergebnisse einer aktuellen Langzeitstudie (Copenhagen City Heart Study) zeigen, dass 150 Minuten pro Woche leichtes Joggen das Leben von Männern um 6,2 und von Frauen um 5,6 Jahre verlängert. Rund 50 Studien in den vergangenen 20 Jahren kommen zu einem ähnlichen Resultat. Zusätzlich gewonnene Lebensjahre sind allerdings nur dann erstrebenswert, wenn sie möglichst selbständig genossen werden können und man nicht schwer krank auf die Pflege von anderen angewiesen ist. Doch genau in diesem Punkt ist körperliche Aktivität effektiv: Wer regelmäßig Sport treibt, ist länger fit und kann auch im Alter autonom leben. Die Pflegephase am Ende des Lebens ist kürzer als die von Menschen, die sich wenig bewegen.

 

Die positiven Folgen von Sport betreffen den ganzen Körper. Bewegung stärkt die sogenannte arbeitende Muskulatur. Diese Muskeln ermöglichen, dass man lange Kraft hat, beweglich und somit auch selbstständig bleibt. Darüber hinaus stärkt Sport Herz und Gehirn. „Wer die Anlage dazu hat, eine Demenzerkrankung wie Alzheimer zu entwickeln, kann die Erkrankung durch Sport um zwei bis drei Jahre hinauszögern – das schafft kein Medikament“, sagt der Präventionsexperte Herbert Löllgen, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention (DGSP). Zusätzlich senkt körperliche Aktivität die Raten von Herzinfarkt und Schlaganfall um 20 bis 40 Prozent. Auch die Krebshäufigkeit nimmt um fast ein Viertel ab.

 

Sport im AlterRegelmäßige Bewegung im höheren Alter hat auf die Lebenserwartung sogar genauso starke Auswirkungen wie ein Rauchstopp. Die Analyse der Daten von rund 5.700 älteren Norwegern führte für Menschen über 65 Jahren zu einer offiziellen Empfehlung von 120 Minuten moderater körperlicher Aktivität pro Woche. Bei einem Durchschnittsalter von 73 Jahren zu Beginn der Studie, erhöhte sich die Lebenserwartung von aktiven Personen um fünf Jahre. Körperliche Aktivität wirkte sich also wie der Verzicht von Zigaretten auf die Anzahl der Todesfälle aus. Trotzdem warnt die British Heart Foundation in einer aktuellen Studie, dass Menschen zu wenig Sport treiben. 69 Prozent der Erwachsenen in Portugal betreiben nicht einmal leichten Sport. 44 Prozent der Briten gehören ebenfalls in diese Gruppe. Mit nur 26 Prozent scheinen die Deutschen jedoch sportlicher zu sein.

 

spazierenUm in den Genuss dieser positiven Effekt zu gelangen, ist Auspowern nicht nötig. Im Gegenteil! Wer zu exzessiv Sport treibt, überfordert den Körper. Der Rat des Experten: Nicht mehr ganz so junge Anfänger sollten einfach täglich 45 Minuten flott spazieren gehen. Langsam joggen, schwimmen und Rad fahren sind daneben die bekannten Ausdauersportarten, die Körper und Geist trainieren. Dreimal pro Woche insgesamt zwei Stunden, und das über Jahre hinweg, sind empfehlenswert. (Quelle: focus.de)


Worauf warten Sie also noch… es ist nie zu spät anzufangen!