GEVÖ - Gesellschaft für Vitalökonomie

Stressreport 2012: 80 % mehr Fehltage durch psych. Belastungen

Vorwort

"Die Zahlen zeigen, dass die psychische Gesundheit am Arbeitsplatz kein Randthema ist: 2012 waren in Deutschland psychische Störungen für mehr als 53 Millionen Krankheitstage verantwortlich. Bereits 41 Prozent der Frühberentungen haben psychische Ursachen. Die Betroffenen sind im Durchschnitt erst 48 Jahre alt. Das können wir nicht hinnehmen. Wir wollen, dass Menschen länger gesund arbeiten können." (v.d.Leyen, U., 2012)

 

Der kürzlich erschienene Stressreport 2012 zeigt klar und deutlich: in den letzten 15 Jahren sind Fehltage aufgrund psychischer Belastungen um 80 % gestiegen. Psychische Krankheiten nehmen zu und beeinflussen massiv die private und berufliche Leistungsfähigkeit.

 

Gestresster Manager

Wer oder was ist dafür verantwortlich?

Die Autorin Andrea Lohmann-Haislah hält fest, das sich bestimmte Aspekte, wie z.B. die Höhe der Anforderungen aus Arbeitsinhalt und -organisation oder der Umfang sogenannter Ressourcen (Handlungsspielraum und soziale Unterstützung) in den letzten 5 Jahren kaum verändert haben.

Es existieren jedoch auch zahlreiche Merkmale, die psychische Überforderung provozieren und für die hohen Ausfallzeiten verantwortlich gemacht werden können. Genannt werden an dieser Stelle Punkte wie ‚verschiedenartige Arbeiten gleichzeitig betreuen’, ‚starker Termin- und Leistungsdruck’, ‚bei der Arbeit gestört, unterbrochen’, ‚sehr schnell arbeiten müssen’ sowie ‚ständig wiederkehrende Arbeitsvorgänge’.

Interessant ist zudem, dass sich die aus den Anforderungen resultierende subjektiv empfundene Belastung bei den Anforderungsspitzenreitern ‚starkem Termin- und Leistungsdruck’ sowie bei ‚sehr schnell arbeiten müssen’ und auch bei ‚detailliert vorgeschriebener Arbeitsdurchführung’ zugenommen hat.

 

Was bedeutet das für Arbeitgeber?

Grundsätzlich gilt, das Arbeit positiv und psychisch stabilisierend wirkt. Aufgrund des nachweisbaren Anstiegs der psychischen Belastungen am Arbeitsplatz muss jedoch die Gestaltung der Arbeit näher in den Mittelpunkt der Betrachtung von Arbeitgeber und Arbeitnehmervertretung gerückt werden.

Vor allem der Zusammenhang von psychischen Erkrankungen und physichen Beschwerden gewinnt hierbei an ernormer Bedeutung für die Leistungsfähigkeit des einzelnen Mitarbeiters und die Produktivität des gesamten Unternehmens.

 

Was unternehmen Sie zum Thema Gesundheit am Arbeitsplatz?

Unsere Empfehlung lautet: Vereinbaren Sie einen » Gesprächstermin mit uns. Wir unterstützen Sie gerne!

 

 

Den gesamten Stressport 2012 finden Sie übrigens auf den Seiten der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (baua)!