GEVÖ - Gesellschaft für Vitalökonomie

Der Nacken - gesund und schmerzfrei

© Copyright Dr. Petra Mommert-Jauch

 

Nacken - gesund und schmerzfrei

In unserer Zeit, die geprägt ist durch Bewegungsmangel und Sitzen am Schreibtisch, vor dem Computer oder Fernseher, leiden immer mehr Menschen an Nackenproblemen. Diese reichen von leichten Schulterverspannungen bis zu starken Nacken- und Kopfschmerzen und sogar Bandscheibenvorfällen in der Halswirbelsäule. Zur Linderung und Beseitigung der Probleme bieten wir Ihnen neben einem kleinen Bewegungsprogramm auch Tipps für den Alltag und einen körperwahrnehmungsorientierten Zugang zur Schmerzvermeidung und -bewältigung im Bereich Nacken. Diese Anregungen sind einem von Dr. Petra Mommert-Jauch entwickelten Lernprogramm entnommen, welches auf jahrelanger Auseinandersetzung mit dem Thema „Nacken“ basiert. Mit diesem Bewegungsprogramm möchten wir Sie beim Selbstmanagement Ihrer Nackenprobleme begleiten.

 

Übungen zur Mobilisation und Körperwahrnehmung

 

Muskeln leben von Sauerstoff. Um den Stoffwechsel in Ihrer Nackenregion anzuregen und um schädliche entzündungsfördernde Stoffe abzubauen, muss der Blutfluss in den Muskel hinein intensiviert werden. So verschaffen Sie Ihrem Nacken „Luft“:

 

„Überkreuz gehen“ : Gehen Sie vorwärts über Kreuz. Setzen Sie den linken Fuß über den rechten Fuß und schwingen Sie beide Arme gleichzeitig nach links um den Oberkörper herum. Um die Verschraubung komplett zu machen und die Nackenmuskeln „auszuwringen“, drehen Sie den Kopf dabei nach rechts. Genauso verfahren Sie in die andere Richtung, wenn der rechte Fuß den linken Fuß kreuzt.

 

Wellfeel-Vibration“: Stellen Sie sich an eine Wand und legen Sie zwischen Kopf-Schulter und Wand eine gefüllte Wärmflasche oder ein sogenanntes mit Luft gefülltes Ballkissen. Drücken Sie den Kopf in Doppelkinnposition leicht nach hinten in die Wärmflasche hinein und machen Sie gleichzeitig eine kleine schnelle Nickbewegung mit dem Kopf. Anschließend eine ebenso kleine schnelle „Nein-Bewegung“. Durch diese kleinen provozierten „Vibrationen“ lösen sich tiefliegende Muskelverspannungen und Ihr Nacken kann wieder besser „durchatmen“.

 

„Hamburg-Basel“: Leider benutzen wir allzu häufig den sogenannten Trapezmuskel für alltägliche Handhabungen, obwohl er dafür gar nicht „ausgelegt“ ist. Seine Überforderung spüren wir dann als typische Nackenverspannungen. Um diese Fehlansteuerung zu vermeiden und die richtigen Muskeln (Schulterblattmuskeln) zu nutzen, stellen Sie sich vor Ihre Schulterblattmuskeln wären auf einer Schiene von Hamburg (ganz oben) nach Basel (ganz unten) unterwegs und versuchen Sie sich an dieser Übung:

Sie stehen wieder an der Wand oder legen sich auf den Rücken. Zwischen Ihren Schulterblättern und der Wand bzw. dem Boden befinden sich zwei Strumpfballen. Wenn Sie jetzt die Arme langsam gestreckt nach vorne-oben anheben sollen, gehen häufig die Schultern mit nach oben (=Hamburg). Das sollte nicht passieren! Versuchen Sie mit dem Anheben der Arme, die Schulterblätter bzw. die Strumpfballen gleichzeitig nach unten Richtung Becken (=Basel) zu ziehen. Sie spüren sofort, dass diese Bewegung anstrengender ist als die bekannte „Hamburg-Position“, aber genau so verhindern Sie zukünftig Ihre schmerzhaften Verspannungen im Nacken. Also: Immer wenn Sie mit den Armen arbeiten – sei es am Schreibtisch, beim Wäsche aufhängen oder auch beim Radfahren – versuchen Sie häufiger die „Basel-Position“ mit den Schulterblättern einzunehmen, um dadurch Ihren Trapezmuskel zu entlasten.

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Empfohlene Literatur:

 „Der Nacken – gesund und schmerzfrei“. München 2006, BLV-Verlag.

Dr. Petra Mommert-Jauch ist promovierte Sportwissenschaftlerin, Lehrbeauftragte der Universitäten Karlsruhe und Konstanz und Inhaberin des ISR - Instituts für Sport und Rehabilitation und der Gesellschaft für Vitalökonomie mbH. Seit 2003 leitet sie zusätzlich als Geschäftsführerin das DWI – Deutsche Walking Institut e.V. und ist mit ihren neuen Gesundheitssportkonzepten im Bereich Gangschulung, Knie- und Hüftschule, Sturzprophylaxe und mit der „Neuen Nackenschule“ international als Referentin bekannt. Mit insgesamt 14 Büchern zu den Themen Gesundheit und Sport ist sie auch eine der bekanntesten Autoren auf diesem Gebiet.

 

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